Weinbau und Artenschutz gehen Hand in Hand

Dieses Grüne Kreuz steht als Protest gegen die nicht umsetzbaren Forderungen des Volksbegehren Artenschutz Rettet die Bienen und dem Agrarpaket der Bundesregierung.

Diese beiden Gesetzestexte bedrohen den Fortbestand des Weinbaus am Altenberg in Lauda und Oberlauda, sowie im gesamten Stadtgebiet von Lauda-Königshofen und darüber hinaus!

Volksbegehren Artenschutz – Rettet die Bienen

Die Rettung der Bienen und der Schutz der Artenvielfalt sind gute und vor allem wichtige Forderungen. Wir Winzer und Landwirte sind besonders auf ein funktionierendes Ökosystem angewiesen – schließlich leben wir mit und von der Natur!

Wir Winzer und Landwirte sind für Artenschutz, aber gegen das Volksbegehren in dieser Form. Denn es wird unsere Kulturlandschaft zerstören und verstärkt so den Rückgang von Lebensraum für Insekten und Tieren. Somit wird der Artenrückgang beschleunigt!

Forderung: „50% Ökolandbau bis zum Jahr 2035“
Fakten:
  • aktuell 14% der Fläche Baden-Württembergs ökologische bewirtschaftet
  • Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln in Deutschland liegt nur bei 5,2%
Folgen:
  • Produktion von Bio-Produkten geht an Nachfrage vorbei = Überproduktion
  • keine freie Berufsausübung und Eingriff in die soziale Marktwirtschaft
Forderung: „Komplettes Verbot von Pestiziden und Bioziden in Schutzgebieten ab 2021“
Fakten:
  • umfasst Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete wie den Altenberg
  • etwa 30% der Landesfläche zählt zu Schutzgebieten
  • auch Biolandwirtschaft benötigt Pestizide und Biozide
  • vorgeschlagene Ausnahmeregelungen sind in der Praxis nicht durchführbar
Folgen:
  • am Altenberg wäre keine Bio- und integrierte Landwirtschaft mehr möglich
  • schützenswerte Kulturlandschaft verschwindet vollständig
Forderung: „Generell 50% weniger Pflanzenschutzmittel bis 2025“
Fakten:
  • durch moderne Technik und Prognosemodelle wird bereits große Menge an
    Pflanzenschutzmitteln eingespart
  • Landwirte müssen regelmäßig Schulungen absolvieren
  • effektiver Pflanzenschutz muss situativ nach Krankheits- und Witterungsverlauf erfolgen
Folgen:
  • pauschale Mengenreduktion führt zu Ernteverlusten/Missernten
  • Engpässe müssten aus anderen Ländern ausgeglichen werden

Helfen Sie mit, unsere Landschaft, Identität und Kultur zu retten! Unterschreiben Sie NICHT in der Sammelliste des Volksbegehrens!

Wir leben Artenschutz seit 1975

Unsere Familie hat mit Erfolg dafür gekämpft, dass die vielfältige Struktur des Altenbergs erhalten bleib. Ohne den persönlichen Einsatz von Seiten unserer Familie wäre  der Artenreichtum des Altenberg verschwunden. Carlheinz Gräter  bezeichnete deshalb  in einem Beitrag der Fränkischen Nachrichten  von 2012 den Altenberg von Lauda „Wie ein Lebewesen eigener Art“. Wenn wir im hier und jetzt 2019 dafür mit einem Bewirtschaftungsverbot „belohnt“ werden ist das reiner Hohn.

Sie haben Fragen? Dann sprechen Sie uns gerne an!

Ihre Familie Sack

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